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Die digitale Handschriftenbibliothek Köln

Einleitung

Abb. aus dem Hillinus-Codex (Dom Hs. 12), Seite 22v  +++ Eine  Vergrößerung erhalten Sie durch Mausklick! +++Die Diözesan- und Dombibliothek Köln besitzt einen Handschriftenbestand, der eine der wenigen noch geschlossenen mittelalterlichen Kathedralbibliotheken nördlich der Alpen repräsentiert Als solcher ist er nicht nur von hohem wissenschaftlichem und künstlerischem Weil, sondern auch ein einzigartiges Zeugnis für das Verständnis mittelalterlicher Spiritualität im Umfeld der Sitze mittelalterlicher Gelehrsamkeit an den großen europäischen Kathedralen In der Tat ist der Bestand von so hohem Wert, dass er für die Deutsche Forschungsgemeinschaft als strategische Ressource fur die deutsche Mediävistik insgesamt erscheint

Neben dem Programm zur Förderung inhaltlicher Forschung in der gesamten Bandbreite der Wissenschaft unterhält die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) auch ein infrastrukturelles Programm, das insbesondere der Förderung der wissenschaftlichen Bibliothekslandschaft der Bundesrepublik dient. In diesem Kontext betreibt die DFG ein Programm zur Entwicklung von digitalen Bibliotheken, die die deutsche Bibliothekslandschaft auf die geänderten Aufgaben der Zukunft vorbereiten soll. Innerhalb dieses Projektes werden für die einzelnen Arten bibliothekarischer Ressourcen die jeweils wichtigsten Bibliotheken der Republik' gewahlt und aus deren Beständen Pilotprojekte zur exemplarischen Umsetzung bestimmter Bestande für die neuen Medien abzuleiten.

Abb. aus dem Hillinus-Codex (Dom Hs. 12), Seite 16v  +++ Eine  Vergrößerung erhalten Sie durch Mausklick! +++

Auf Grund der einleitend erwähnten hohen Bedeutung der Handschriftenbestände der Diözesan- und Dombibliothek besteht die Chance, diese Bibliothek, zum Standort des bundesweiten Prototyps einer Digitalen Manuskriptbibliothek machen Bei diesem Projekt wurde die Diözesan- und Dombibliothek durch den neubegründeten Lehrstuhl für Historisch-Kulturwissenschaftliche Intormationsverarbeitung der Universität zu Köln unterstützt, der Inhaber dieses Lehrstuhls, Prof Dr Manfred Thaller, ist verantwortlich für die Software, die derzeit die weltgrößte digitale Sammlung digitaler archivalischer Manuskripte und andererseits die größte Sammlung digitalisierter Drucke in der Bundesrepublik betreibt. Die Zusammenarbeit garantiert daher, dass der Diözesan- und Dombibliothek der State of the Art im Bereich moderner Medien zur Verfügung steht, gleichzeitig jedoch auf Erfahrungen zurückgegriffen werden kann, die im Bereich grundsätzlich ähnlicher erfolgreich abgeschlossener Projekte gewonnen wurden

Ziele

Aus bibliothekarisch-konservatorischer Sicht wird durch das Projekt u.a. Folgendes erreicht:

  1. Da im Rahmen der technischen Konzeption von sehr hochwertigen digitalen Reproduktionen ausgegangen wird, sinkt die Notwendigkeit des Zugriffes auf die Originale, diese werden dementsprechend geschont. Dies geht weit uber den Effekt einer Mikroverfilmung hinaus, da es sich um hochwertige Farbwiedergaben handelt
  2. Die Bestände sind im Prinzip im Internet weltweit zugänglich, d.h., sie stehen nicht nur einer wesentlich größeren Gemeinschaft von Benutzern zur Verfügung, sondern die Bekanntheit von Sammlung und Bibliothek steigt dementsprechend. Die inhaltlich-wissenschaftliche Nutzung nimmt also zu.

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[ Letzte Änderung : 10.10.2001]
© Erzbischöfliche Diözesan- und Dombibliothek Köln 2001
Wünsche, Anregungen an
dombibliothek@erzbistum-koeln.de