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"Codices Electronici Ecclesiae Coloniensis
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| 08.45-09.00 Uhr: | Begrüßung |
| 09.00 09.45 Uhr: | Ansprüche der
Forschung an digitale (Handschriften-)Bibliotheken-
Priv.-Doz. Dr. Gerhard Schmitz, Monumenta Germaniae Historica, München, Stellvertreter des Präsidenten |
Der Nutzen digitaler Bibliotheken im Allgemeinen und jener, die sich besonders an die Forschung wenden, wie dies Handschriftenbibliotheken per Definition sind, kann nur daran gemessen werden, wie sie auf die Anforderungen des wissenschaftlichen Benutzers eingehen. Dies zu verwirklichen, ist freilich allein schon deshalb nicht leicht, weil derartige Anforderungsprofile bis heute kaum definiert sind. Im Kontext des Projektes CEEC wird daher auch versucht werden, eben diese Forderungen zu kartieren.
| 09.45 10.30 Uhr: | Die Bibliothek als Zeuge Ihrer Zeit - Patrick Sahle, M.A., und Torsten Schaßan, M.A., Universität zu Köln |
Abweichend von allen anderen Projekten der Bibliotheksdigitalisierung versucht das Kölner Projekt nicht nur die Handschriften an Hand von integrierten Metadaten, die den aktuellen Stand der Forschung wiedergeben, zu erschliessen.Die Erschliessungsinstrumente unterstützen bewusst auch die Zugänge zu rekonstruierten älteren Zeit-Schichten bibliothekarischer Erschliessung der vorhandenen Bestände, bis hin zurück zum "Katalog" von 833. Daraus ergibt sich die Möglichkeit, vom Zustand der Bibliothek zu einem gegebenen Zeitpunkt auszugehen. Zugleich sollen die noch nicht abgeschlossenen wissenschaftlichen Rekonstruktionen auf diesem Wege weiter gefördert werden.
| 10.30-11.00 Uhr: | Kaffeepause |
| 11.00 11.45 Uhr: | Erfahrungen mit internationalen Standards bei
der Handschriftenbeschreibung: MASTER - Patrick Sahle, M.A., Universität zu Köln |
Das CEEC Projekt hat gezielt versucht, seine Handschriftenbeschreibungen so nahe als möglich an einem in den letzten Jahren durch ein von der Europäischen Union gefördertes Projekt (MASTER) entwickelten Stan-
dard auf der Basis von XML zu halten. Der Vortragende präsentiert die wesentlichen Eigenschaften dieses Standards und berichtet über die Erfahrungen damit. Berücksichtigt wird dabei vor allem jene Ambiguität der Anforderungen an den Standard, die sich dadurch ergibt, dass er einerseits eine konkrete Leitlinie für aktive (Neu-)Katalogisierungsmaßnahmen bilden soll, andererseits aber auch ein flexibles Gerüst für die Konversion und Integration älterer (retrodigitalisierter) Kataloge sein muss, die sehr verschiedenen Grundvorstellungen von "Handschriftenbeschreibung" folgen. Dabei wird auch das Verhältnis dieses Standards zu den Richtlinien der DFG zur Handschriftenkatalogisierung angesprochen.
| 11.45 12.30 Uhr: | Die Organisation großer Ressourcen im
Bibliotheks- und Archivbereich auf der Basis von
XML - Prof. Dr. Manfred Thaller, Universität zu Köln |
Datenbanken setzen normalerweise ein Maß an formaler Vereinheitlichung voraus, das den Traditionen des Umgangs mit Handschriften und ihren Beschreibungen fern liegt. Neuere Entwicklungen in der Informationstechnologie machen dies jedoch zunehmend unnötig und erlauben es, datenbankartige Leistungen - mit anderen Worten Suchmaschinen - auf Beschreibungen von Handschriften aufzubauen, die wesentlich näher an der bisher üblichen (textlichen) Beschreibungsform liegen, als an der Vorstellung einer Datenbank.
| 12.30 13.30 Uhr: | Mittagspause |
| 13.00 14.15 Uhr: | Digitale Kameras: State of the Art und
Aussichten - Dietmar Wüller, Image Engineering, Köln |
Das Kölner Projekt realisiert Auflösungen des digitalisierten Materials, wie sie bisher nur in CD-ROM Editionen einzelner Manuskripte, etwa der digitalen Präsentation des "Beowulf" Manuskripts, verwirklicht wurden, nie jedoch in der systematischen Bereitstellung geschlossener Bestände. Der Referent, verantwortlich für die Hardwareberichterstattung in führenden einschlägigen deutschen Zeitschriften, gibt einen Überblick über die derzeit erreichbare Kosten- / Qualitätsrelation in der digitalen Fotografie und über die vorhersehbare weitere Entwicklung.
| 14.15 15.00 Uhr: | Die Praxis - Torsten Schaßan, M.A., Universität zu Köln |
Um das vorgesehene Datenvolumen in der vorgegebenen Zeit zu bewältigen, werden im Projekt jeden Tag zwischen zehn und fünfzehn CD-ROMs mit digitalisierten Manuskriptseiten verarbeitet. Dieser Verarbeitungsprozeß reicht von der digitalen Fotografie der Seiten bis zur Integration in die dynamisch wachsenden Nutzungsinstrumente, wie sie im Internet bereitgestellt werden. In der Präsentation wird der konkrete organisatorische Arbeitsablauf vorgestellt, der dies möglich macht.
| 15.00 15.30 Uhr | Abschlußgespräch; Ende des Kolloquiums |
| Prof. Dr. Heinz
Finger, Diözesan- und Dombibliothek |
Dr. Siegfried
Schmidt, Diözesan- und Dombibliothek |
Prof. Dr. Manfred
Thaller, Universität zu Köln |
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[ Letzte Änderung : 10.10.2001]
© Erzbischöfliche Diözesan- und Dombibliothek Köln
2001
Wünsche, Anregungen an dombibliothek@erzbistum-koeln.de