[zurück]

Projekt "Codices Electronici Ecclesiae Coloniensis

CEEC - Die Digitale Handschriftenbibliothek Köln

Abb. aus dem Hillinus-Codex (Dom Hs. 12), Seite 16v  +++ Eine  Vergrößerung erhalten Sie durch Mausklick! +++Einladung zum Fachkolloquium
am 01. Juni 2001 im Maternushaus

(Gewünschtes bitte anklicken!)








Die Erzbischöfliche Diözesan- und Dombibliothek Köln und die Professur für Historisch-kultur-wissenschaftliche Informationsverarbeitung der Universität zu Köln arbeiten seit Ende 2000 gemeinsam an einem Projekt im DFG-Schwerpunkt "Retrospektive Digitalisierung von Bibliotheksbeständen".

Dabei soll der gesamte Handschriftenbestand der Diözesan- und Dombibliothek, der eine der wenigen noch geschlossenen mittelalterlichen Kathedralbibliotheken nördlich der Alpen repräsentiert, in hochauflösenden Farbdigitalisaten im Internet zugänglich gemacht werden, erschlossen durch umfangreiche Handschriftenbeschreibungen.

Mit einem Umfang von etwa 65.000 Seiten innerhalb von zwei Jahren, bzw. von etwa 130.000 Seiten im Falle einer Projektverlängerung, entsteht dadurch eine der größten frei zugänglichen Ressourcen des kulturellen Bereiches im Internet. Die höchsten angebotenen Auflösungen entsprechen dem, was bisher nur in Editionen von einzelnen Objekten auf CD-ROM, etwa im Falle des "Beowulf", erreicht wurde.
Zum Anfang der Seite per Mausklick!


Das Projekt Codices Electronici Ecclesiae Coloniensis (CEEC) – Digitale Handschriftenbibliothek Köln wird am Donnerstag, dem 31.05.2001 nachmittags, im Lesesaal der Erzbischöflichen Diözesan- und Dombibliothek einer interessierten Fachöffentlichkeit vorgestellt.
Daran schließt sich im Dreikönigssaal des Maternushauses

am Freitag, dem 1. Juni 2001, ein Fachkolloquium

mit folgendem Programm an:

08.45-09.00 Uhr: Begrüßung

I. Inhaltliche Konzepte

09.00 – 09.45 Uhr: Ansprüche der Forschung an digitale (Handschriften-)Bibliotheken-
Priv.-Doz. Dr. Gerhard Schmitz, Monumenta Germaniae Historica, München, Stellvertreter des Präsidenten

Der Nutzen digitaler Bibliotheken im Allgemeinen und jener, die sich besonders an die Forschung wenden, wie dies Handschriftenbibliotheken per Definition sind, kann nur daran gemessen werden, wie sie auf die Anforderungen des wissenschaftlichen Benutzers eingehen. Dies zu verwirklichen, ist freilich allein schon deshalb nicht leicht, weil derartige Anforderungsprofile bis heute kaum definiert sind. Im Kontext des Projektes CEEC wird daher auch versucht werden, eben diese Forderungen zu kartieren.

09.45 – 10.30 Uhr: Die Bibliothek als Zeuge Ihrer Zeit -
Patrick Sahle, M.A., und Torsten Schaßan, M.A.,
Universität zu Köln

Abweichend von allen anderen Projekten der Bibliotheksdigitalisierung versucht das Kölner Projekt nicht nur die Handschriften an Hand von integrierten Metadaten, die den aktuellen Stand der Forschung wiedergeben, zu erschliessen.Die Erschliessungsinstrumente unterstützen bewusst auch die Zugänge zu rekonstruierten älteren Zeit-Schichten bibliothekarischer Erschliessung der vorhandenen Bestände, bis hin zurück zum "Katalog" von 833. Daraus ergibt sich die Möglichkeit, vom Zustand der Bibliothek zu einem gegebenen Zeitpunkt auszugehen. Zugleich sollen die noch nicht abgeschlossenen wissenschaftlichen Rekonstruktionen auf diesem Wege weiter gefördert werden.

10.30-11.00 Uhr: Kaffeepause

II. Technische Konzepte

11.00 – 11.45 Uhr: Erfahrungen mit internationalen Standards bei der Handschriftenbeschreibung:
MASTER - Patrick Sahle, M.A., Universität zu Köln

Das CEEC Projekt hat gezielt versucht, seine Handschriftenbeschreibungen so nahe als möglich an einem in den letzten Jahren durch ein von der Europäischen Union gefördertes Projekt (MASTER) entwickelten Stan-

dard auf der Basis von XML zu halten. Der Vortragende präsentiert die wesentlichen Eigenschaften dieses Standards und berichtet über die Erfahrungen damit. Berücksichtigt wird dabei vor allem jene Ambiguität der Anforderungen an den Standard, die sich dadurch ergibt, dass er einerseits eine konkrete Leitlinie für aktive (Neu-)Katalogisierungsmaßnahmen bilden soll, andererseits aber auch ein flexibles Gerüst für die Konversion und Integration älterer (retrodigitalisierter) Kataloge sein muss, die sehr verschiedenen Grundvorstellungen von "Handschriftenbeschreibung" folgen. Dabei wird auch das Verhältnis dieses Standards zu den Richtlinien der DFG zur Handschriftenkatalogisierung angesprochen.

11.45 – 12.30 Uhr: Die Organisation großer Ressourcen im Bibliotheks- und Archivbereich auf der Basis von XML -
Prof. Dr. Manfred Thaller, Universität zu Köln

Datenbanken setzen normalerweise ein Maß an formaler Vereinheitlichung voraus, das den Traditionen des Umgangs mit Handschriften und ihren Beschreibungen fern liegt. Neuere Entwicklungen in der Informationstechnologie machen dies jedoch zunehmend unnötig und erlauben es, datenbankartige Leistungen - mit anderen Worten Suchmaschinen - auf Beschreibungen von Handschriften aufzubauen, die wesentlich näher an der bisher üblichen (textlichen) Beschreibungsform liegen, als an der Vorstellung einer Datenbank.

12.30 – 13.30 Uhr: Mittagspause

III. Technische Realisierung

13.00 – 14.15 Uhr: Digitale Kameras: State of the Art und Aussichten -
Dietmar Wüller, Image Engineering, Köln

Das Kölner Projekt realisiert Auflösungen des digitalisierten Materials, wie sie bisher nur in CD-ROM Editionen einzelner Manuskripte, etwa der digitalen Präsentation des "Beowulf" Manuskripts, verwirklicht wurden, nie jedoch in der systematischen Bereitstellung geschlossener Bestände. Der Referent, verantwortlich für die Hardwareberichterstattung in führenden einschlägigen deutschen Zeitschriften, gibt einen Überblick über die derzeit erreichbare Kosten- / Qualitätsrelation in der digitalen Fotografie und über die vorhersehbare weitere Entwicklung.

14.15 – 15.00 Uhr: Die Praxis - Torsten Schaßan, M.A., Universität zu Köln

Um das vorgesehene Datenvolumen in der vorgegebenen Zeit zu bewältigen, werden im Projekt jeden Tag zwischen zehn und fünfzehn CD-ROMs mit digitalisierten Manuskriptseiten verarbeitet. Dieser Verarbeitungsprozeß reicht von der digitalen Fotografie der Seiten bis zur Integration in die dynamisch wachsenden Nutzungsinstrumente, wie sie im Internet bereitgestellt werden. In der Präsentation wird der konkrete organisatorische Arbeitsablauf vorgestellt, der dies möglich macht.

15.00 – 15.30 Uhr Abschlußgespräch; Ende des Kolloquiums


Prof. Dr. Heinz Finger,
Diözesan- und Dombibliothek
Dr. Siegfried Schmidt,
Diözesan- und Dombibliothek
Prof. Dr. Manfred Thaller,
Universität zu Köln

Zum Anfang der Seite per Mausklick!

Sie befinden sich in der Rubrik: Home / CEEC

[ Letzte Änderung : 10.10.2001]
© Erzbischöfliche Diözesan- und Dombibliothek Köln 2001
Wünsche, Anregungen an
dombibliothek@erzbistum-koeln.de